Oft genug verdrängen wir im Alltag die Frage, wie viele Tiere für unseren Lebensstandard leiden. Kaum jemand möchte sich fragen, ob die Gesichtscreme, die man verwendet, vorher Tieren in die Augen gerieben wurde, um allergische Reaktionen zu testen, oder ob das Schwein, dessen Schnitzel so gut schmeckt, jemals das Tageslicht gesehen hat. Denn wenn man sich vergegenwärtigt, wie vieles von unserem Luxus auf dem Leid der Tiere basiert, vergeht einem der Appetit und man wird unsicher, welches Produkt man überhaupt noch kaufen darf.
In der Tat scheint es kurzfristig einfacher, sich nicht mit so belastenden Themen zu befassen, aber wir alle wissen, dass unser Planet ein empfindliches Gleichgewicht hat, das ständig neuen Störungen unterworfen wird, die wir Menschen verursacht haben. Da muss man nicht einmal an spirituelle Dinge glauben wie kosmisches Karma, die Folgen für das Ökosystem, wenn einzelne Tierarten aussterben, sind wissenschaftlich nachweisbar.
Wir stehen also alle in der Verantwortung, bewusst zu konsumieren, um so wenig Schaden wie möglich anzurichten und jeder einzelne von uns sollte auch versuchen, etwas zurück zu geben. Denn niemand sollte mehr bewusst die Augen davor verschließen, wie sehr Tiere für unsere Nahrung, unsere Kleidung und andere Konsumgüter leiden.
Eine Anlaufstelle für jeden, der sich informieren und vielleicht sogar durch Spendengelder oder persönliche Mitarbeit gegen Tierquälerei vorgehen möchte, sind die Tierschutzorganisationen. In den Medien oft nur erwähnt, wenn sie spektakuläre Bilder bieten wie den Kampf gegen Walfänger, wirken diese Organisationen doch unermüdlich, um das Los vieler Tiere zu verbessern. Vereine wie Peta Deutschland, eine Schwesterorganisation von Peta USA, oder der Deutsche Tierschutzbund arbeiten wirklich auf allen Ebenen, um Tierquälerei zu verringern und Rechte für Tiere zu erreichen.
Dazu gehört Aufklärung für den Verbraucher ebenso wie der Rechtskampf gegen die Zustände bei der Massentierhaltung und ähnliches. So hat zum Beispiel Peta schon durch viele Undercover-Ermittlungen Steine ins Rollen gebracht wie die Verurteilung vom Mastbetrieben wegen Tierquälerei. Aber auch im Kleinen wirken die Tierschutzorganisationen. Der Deutsche Tierschutzbund verleiht jährlich den Deutschen Tierschutzpreis. Dabei werden engagierte Menschen wie Gnadenhofbetreiber oder Unternehmer, die sich mit Spendengeldern engagieren, bedacht.
Weltweit und vor der eigenen Haustür sind Tierschutzorganisationen aktiv, denn es geht nicht nur darum, den Lebensraum für Orang-Utans und Tiger zu erhalten, sondern auch darum, illegalen Welpenhandel und Katzenelend mitten in Deutschland zu verhindern. Ohne die Öffentlichkeitsarbeit der Organisationen wären viele Tiere ihren Peinigern schutzlos ausgeliefert, und so ist jede Spende, die diese Arbeit ermöglicht, ein Segen für die Tiere.
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